Empro Classic 2024 – die Vorschau

  1. Empro Classic 2024 – die Vorschau

 

 

Nachdem die letzten Wettkämpfe vor allem in Nordamerika stattgefunden haben, startet mit der Empro Classic, auch bekannt als Spain Pro, die Bodybuilding Saison nun auch in Europa richtig durch. Am 15. (Amateure) und 16. Juni 2024 messen sich in Alicante einige bekannte Namen und vielversprechende Newcomer und versuchen, sich die Qualifikation für den Mr. Olympia zu sichern. Besonders aus deutscher Sicht dürfte der Wettkampf interessant werden, treten doch gleich drei deutsche Athleten in der offenen Klasse und sogar fünf in der Classic Physique an.

 

Startzeiten

 

Predjudging: ab 10.00 Uhr

Finals: ab 16.00 Uhr

 

Teilnehmer (Open)

 

  1. Kuba Cielen
  2. Stanimir Etov
  3. Sasan Heirati
  4. Anthony Jehl
  5. Pawel Kowalski
  6. Michal Krizanek
  7. Pablo Llopis Munoz
  8. Morteza Mashayekhkordkola 
  9. Reece McDonald
  10. Justin Musiol
  11. Pascal Schlegel
  12. Behrooz Tabani
  13. William Bonac
  14. Dan Thomas
  15. Samir Troudi

 

Prognose

 

Die Favoritenrolle im Lineup dürfte wohl der Titelverteidiger Michal „Krizo“ Krizanek innehaben. Der Slowake hat sich mit seinem 7. Platz beim Mr. Olympia 2023 in der Top 10 der besten Bodybuilder der Welt etabliert und seine Kritiker damit weitestgehend zum Schweigen gebracht. Kein anderer Athlet im Feld bringt einen vergleichbaren Freak-Faktor an den Start, mit den derzeit wohl besten Armen der IFBB (neben Nick Walker) und einer allgemein unheimlich starken Frontansicht. Zudem bewies Krizo zuletzt mehrfach, dass er durchaus in der Lage ist, staubtrocken zu kommen und gehörte auf dem Mr. Olympia sowie der Prague Pro 2023, wo er sich nur knapp Samson Dauda geschlagen geben musste, jeweils zu den härtesten Athleten. Lediglich der im Vergleich nicht ganz so gut entwickelte Rücken und das eher schwache Posing sind noch leichte Schwächen.

 

 

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Dass die Empro für Krizo trotzdem kein Selbstläufer werden dürfte, liegt hauptsächlich an Behrooz Tabani. Der Iraner gehört zweifellos zu den besten, und vor allem am meisten unterschätzten Bodybuildern weltweit. Dass sein Name nicht in einem Zug mit den bekanntesten Pros genannt wird, liegt hauptsächlich daran, dass ihm trotz wiederholter Qualifikation nun bereits mehrfach die Teilnahme am Mr. Olympia aufgrund von Visa-Problemen versagt wurde. Aber wenn er auf der Bühne ist, ist Behrooz kaum zu schlagen. So musste er beim Romania Muscle Fest 2023 nur Samson Dauda den Vortritt lassen und konnte renommierte Ahtleten wie Nathan de Asha und Roman Fritz deutlich schlagen. Behrooz ist recht ausgeglichen, vereint Masse mit einer ansprechenden Linie und trifft, wie sein Landsmann Hadi, immer die Form. Die Beine könnten noch etwas voluminöser sein aber das ist dann schon Kritik auf allerhöchstem Niveau.

 

 

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Spannend wird auch das Comeback von William Bonac. Nachdem dieser das gesamte Jahr 2023 pausiert hatte, und einige bereits ein Karriereende vermutet hatten, will es William dieses Jahr nochmal wissen. Der Niederländer gehört zu den meistdekorierten aktiven Pros überhaupt, konnte bereits zweimal die Arnold Classic Ohio gewinnen und wurde Zweiter beim Mr. Olympia 2019. Mit dem 9. Platz beim Mr. Olympia 2022 kassierte William allerdings die schlechteste Platzierung bei diesem Event seit 2014. Gecoached wird Bonac von Stefan Kienzl, der auch Urs Kalecinski, Wesley Vissers und Nathan de Asha betreut. Man darf gespannt sein, ob William mit seinem neuen Trainer ein fulminantes Comeback feiern kann oder ob seine überaus erfolgreiche Karriere sich zu Ende neigt.

 

 

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Wie bereits erwähnt dürfte die Empro Classic besonders aus deutscher Sicht ein interessanter Wettkampf werden, geben doch gleich 3 deutsche Athleten hier ihr Debut als Pro (in der IFBB Pro League). Die meiste Aufmerksamkeit dürfte dabei Justin Musiol auf sich ziehen, gilt dieser doch als vielleicht größtes Talent im deutschen Bodybuilding aktuell. Der 25jährige, der von Max Madsen trainiert wird, ist für sein Alter erstaunlich massiv und war zuletzt hervorragend in Form. Mit Contests in Spanien hat Justin zudem gute Erfahrungen gemacht, konnte er sich dort doch auf der Ben Weider Classic seine Pro-Card holen. Ebenfalls auf dem Schirm haben sollte man Pascal Schlegel, der ein insgesamt sehr ausgeglichenes Paket mit hervorragenden Schultern und guten Beinen mitbringt. Eher Außenseiterchancen dürfte der dritte deutsche Teilnehmer, Daniel Thomas, haben. Dieser war bereits IFBB Elite Pro, bevor er in die Pro League gewechselt ist. Seine Stärke ist die ästhetische Silhouette, allerdings fehlt es ihm für die vorderen Plätze noch an Muskulatur.

 

 

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Classic Physique

 

Neben der Men’s Open wird auch die Classic Physique-Klasse bei der Empro Classic vertreten sein und auch hier darf man sich auf ein hochkarätiges Lineup mit gleich 5 deutschen Athleten freuen. Besonders spannend dürfte dabei der Zweikampf von zwei 22jährigen Ausnahmeathleten werden. Zumindest auf dem Papier dürfte Jose Manuel Munoz wohl die Nase vorne haben, der bereits die California Pro gewinnen und dabei unter anderem Alexander Westermeier schlagen konnte. Der junge Spanier bringt alles mit, um in Zukunft auch ganz oben mitspielen zu können und überzeugt mit einer wunderschönen Linie und Härte.

 

 

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Gleiches gilt auch für Luca Reger, einen der deutschen Athleten und das aktuell wohl größte deutsche Talent in der Classic. Auch er konnte sich mit dem Sieg bei der German Classic Pro bereits die Qualifikation für den Mr. Olympia sichern. Wir sind gespannt, wie Lucas neben Jose aussehen wird.

 

 

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Übrigens wird mit Dominik Woywat auch ein Athlet am Start sein, den man eigentlich eher in der offenen Klasse, wo er bisher stets angetreten ist, vermutet hätte. Zumindest wenn er es schafft, das Limit einzuhalten.

 

Wir drücken natürlich unseren Jungs kräftig die Daumen!

 

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