Blutwerte & Blutbild für Sportler

Na, wie sieht’s aus? Du gibst alles im Training, achtest auf deine Ernährung, aber irgendetwas fehlt noch? Vielleicht fühlst du dich trotz angeblich “guter” Standard-Blutwerte nicht wirklich in Topform. Müdigkeit, stagnierender Muskelaufbau und eine Erkältung nach der anderen – das sind typische Anzeichen.

 

Und die Wahrheit ist: Herkömmliche Blutbilder reichen einfach nicht, wenn du mehr willst, als nur “nicht krank sein”. Du willst deine Leistung optimieren, richtig? Dann lass uns deine Werte mal genauer unter die Lupe nehmen!

 

 

1. Die Basics der Blutdiagnostik: Warum das Standard-Blutbild nur die Spitze des Eisbergs zeigt

Ein “großes Blutbild” klingt ja erst mal super umfangreich, oder? Viele halten es für die ultimative Gesundheitsanalyse. Aber mal ehrlich: Es enthält nur die absolute Grundlage. Da sind keine Vitamine, keine Mineralstoffe, keine Hormone – nichts von dem, was für dich als Sportler wirklich zählt.

 

1.1 Das große Missverständnis: Kleines vs. Großes Blutbild

Lass uns das kurz klarstellen:

  • Kleines Blutbild: Zeigt dir nur die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten), Hämoglobin, Hämatokrit und Thrombozyten. Stell dir das vor wie die Basis-Checks an deinem Auto – fährt, bremst, aber mehr nicht.
  • Großes Blutbild: Das ist nur eine kleine Erweiterung, die die weißen Blutkörperchen noch genauer aufschlüsselt (Granulozyten, Monozyten, Lymphozyten). Immer noch keine Spur von dem, was deinen Motor wirklich auf Hochtouren bringt.

Ganz klar: Für dich fehlen hier alle wirklich relevanten Werte wie Vitamine, Mineralstoffe, Hormone, Entzündungsmarker und detaillierte Stoffwechselparameter.

 

1.2 Was ein funktionelles (orthomolekulares) Blutbild für dich tun kann

Ein funktionelles oder orthomolekulares Blutbild ist dein persönlicher Fahrplan zu Höchstleistungen. Es konzentriert sich gezielt auf die Mikronährstoffe, Hormone und Marker, die deine Performance, deine Regeneration und deinen Stoffwechsel steuern. Hier geht’s nicht darum, ob du krank bist, sondern ob dein Körper optimal versorgt ist. Als Sportler willst du ja nicht nur im “grauen Normalbereich” dümpeln, sondern im optimalen Bereich liegen – für Muskelaufbau, Erholung, guten Schlaf, Hormonbalance, mentale Power und ein starkes Immunsystem.

 

1.3 Achtung Falle: Warum Referenzwerte oft in die Irre führen

Das ist ein Knackpunkt: Labor-Referenzwerte werden oft aus dem Durchschnitt einer Bevölkerung gebildet, die selten topfit und optimal versorgt ist. Ein Wert im Referenzbereich bedeutet dann nur: “nicht krankhaft auffällig” – aber eben nicht: “ideal für deine sportliche Leistung”. Ein Beispiel: Ein Ferritin-Wert von 30 ng/ml mag “normal” sein – obwohl du dich mit 100 ng/ml deutlich fitter fühlen würdest. Du siehst: “Normal” ist nicht gleich “Optimal”.

 

1.4 Der richtige Mess-Ort: Serum, Vollblut, Intrazellulär & Speichel – Wo du wirklich hinschauen musst

Viele Labore messen Werte im Serum, das ist der flüssige Teil deines Blutes. Das Problem: Viele wichtige Nährstoffe (wie Magnesium, Zink oder Kalium) sind hauptsächlich in deinen Zellen aktiv, nicht im Serum. Eine Serumanalyse kann dir also Normalwerte vorgaukeln, während du in Wahrheit unterversorgt bist.

  • Serum: Gut für extrazelluläre Werte wie Vitamin D, A, E, Calcium, Natrium und Ferritin. Aber bei intrazellulären Mikronährstoffen oft unzuverlässig.
  • Vollblut: Das ist der Goldstandard für die Messung von Mineralstoffen. Es erfasst nicht nur den Anteil der Mikronährstoffe im Blutplasma, sondern auch den in den Blutzellen (Erythrozyten). Da viele Mineralstoffe wie Magnesium, Zink oder Kalium überwiegend innerhalb der Zellen Funktionen erfüllen, liefert die Vollblutmessung ein wesentlich präziseres und aussagekräftigeres Bild über den tatsächlichen
    Versorgungsstatus deines Körpers auf zellulärer Ebene.
  • Intrazellulär: Noch präziser, aber auch teurer. Hier wird direkt in den Zellen gemessen, z. B. über die Analyse der roten Blutkörperchen.
  • Speichel: Dein bester Freund für Hormonmessungen, besonders für Cortisol. Bluttests messen oft gebundenes Cortisol und sind anfällig für Momentaufnahmen (Stress vor der Abnahme!). Ein Speicheltest misst das aktive, freie Cortisol und liefert dir ein Tagesprofil. So siehst du deinen natürlichen Rhythmus und eventuelle Dysregulationen deiner HPA-Achse. Wichtig: Eine halbe Stunde vor dem Speicheltest
    nichts essen, trinken oder Zähne putzen!

Ein kleiner Hinweis zu Vollblutwerten: Wenn du an Anämie leidest oder deine Hämoglobinund Hämatokritwerte verändert sind, kann das die Mineralstoffmessung massiv verfälschen. Weniger rote Blutkörperchen bedeuten weniger intrazelluläre Mineralstoffe, was die Werte künstlich niedrig erscheinen lässt. In so einem Fall sind Serumwerte in Kombination mit Symptomen, dem Blutbild und deiner Ernährung oft aussagekräftiger. Achtung bei Kalium: Dieser Wert kann durch eine falsche Blutentnahme (z. B. zu langes Stauen, zu starkes Pumpen der Faust) fälschlicherweise erhöht sein.

 

1.5 Warum indirekte Marker manchmal mehr sagen als der direkter Wert

Manche Nährstoffe lassen sich im Blut selbst nicht stabil oder präzise messen. Hier sind indirekte Marker oft der bessere Detektiv, der dir den wahren Versorgungsstatus verrät.

  • Vitamin B6: Vergiss direktes B6 im Serum. Cystathionin im Plasma ist hier der bessere Indikator. Ist Cystathionin erhöht, deutet das auf einen B6-Mangel hin. Dein optimaler Zielbereich liegt hier unter 0,4 µmol/l.
  • Vitamin B12: Dein “Gesamt-B12” kann täuschen, weil es auch inaktive Formen misst. Der optimale Marker ist Holotranscobalamin (Holo-TC), das ist das aktivierte B12. Hier strebst du einen Zielbereich von 130–200 pmol/l an. Auch Methylmalonsäure (MMA) ist ein super aussagekräftiger Marker für B12-Mangel.
  • Eisen: Mess nicht nur Eisen! Schau dir auch Ferritin (dein Eisenspeicher) und die Transferrinsättigung an, um ein vollständiges Bild zu bekommen. Optimaler Zielbereich Ferritin: 100-200 ng/ml. Transferrinsättigung: 25-40%.
  • Testosteron: Nicht nur Testosteron gesamt ist wichtig. Freies Testosteron sollte nicht direkt gemessen werden, da die Messung im Labor oft unzuverlässig ist. Es ist besser, es über das Gesamttestosteron, SHBG und Albumin zu berechnen. So bekommst du ein genaueres Bild der biologisch aktiven Form.
  • Nierenfunktion: Kreatinin im Blut ist ein Abbauprodukt deines Muskelstoffwechsels. Es gibt erste Hinweise auf deine Nierenfunktion, ist aber stark abhängig von deiner Muskelmasse, deinem Alter und deiner Ernährung. Daher kann Kreatinin im Blut normale Werte zeigen, obwohl die Nierenfunktion bereits eingeschränkt ist. Cystatin C ist ein wesentlich sensiblerer und zuverlässigerer Marker als Kreatinin. Es ist unabhängiger von deiner Muskelmasse, deinem Alter und deiner Ernährung und reagiert viel früher auf eine mögliche Nierenschwäche. Optimaler Zielbereich Cystatin C: < 0,9 mg/l. Eine noch präzisere Beurteilung bietet der Quotient aus Albumin und Kreatinin im Urin (Albumin-Kreatinin-Quotient, ACR), der eine frühzeitige Schädigung der Nieren (z. B. durch Wachstumshormone) anzeigen kann, noch bevor sich das in der glomerulären Filtrationsrate (GFR) oder im Kreatinin im Blut widerspiegelt.

 

1.6 Deine optimale Vorbereitung auf das Blutbild

Damit du die aussagekräftigsten und unverfälschtesten Werte bekommst, solltest du vor einem ausführlichen Blutbild Folgendes beachten:

  • Mach eine Sportpause: Gönn dir etwa eine Woche vor der Blutabnahme eine Auszeit von intensivem Kraftsport oder extrem langen Ausdauereinheiten. Starke körperliche Belastung kann bestimmte Werte temporär verändern (z. B. Entzündungsmarker, Leberwerte).
  • Sei gesund: Du solltest zum Zeitpunkt der Blutabnahme nicht akut krank sein (z. B. Erkältung, Grippe, andere Infekte). Das könnte sonst Entzündungsmarker und deine Leukozytenwerte verfälschen.
  • Bleib nüchtern: Meistens ist es wichtig, 10–12 Stunden vor der Blutabnahme nüchtern zu bleiben (nur Wasser ist erlaubt), besonders für Stoffwechselparameter wie Glukose, Insulin und Blutfette. Aber sprich das immer mit deinem Arzt oder dem Labor ab.
  • Biotin absetzen: Wenn du Biotin (Vitamin B7) supplementierst, setze es mindestens 72 Stunden vor der Blutabnahme ab. Biotin kann viele Labortests stören und zu falschen Ergebnissen führen, unter anderem bei TSH (Schilddrüse), Hormonwerten (z. B. Östrogen, Testosteron), Vitamin D und Tumormarkern.

 

2. Deine Werte im Detail: Was sie dir über deinen Körper verraten

Jetzt tauchen wir tiefer ein und schauen uns an, welche Werte für dich als Sportler wirklich relevant sind und was sie bedeuten.

 

2.1 Vitamine: Kleine Moleküle, die Großes bewirken

Vitamine sind wie die kleinen Zahnräder in deinem komplexen Uhrwerk. Sie sind unverzichtbar für deine Energieproduktion, Hormonbildung, Immunabwehr und Regeneration. Ein Mangel schleicht sich oft unbemerkt ein und äußert sich dann in Müdigkeit, Leistungseinbruch, schlechter Erholung, Schlafproblemen oder einer erhöhten Infektanfälligkeit – typische Symptome, die viele Sportler als „normal“ abtun.

  • Vitamin D (25-OH):
    • Funktion: Dein innerer Sonnenstrahl! Es ist ein Hormonvorläufer, regelt dein Immunsystem, dämpft Entzündungen und ist super wichtig für Muskelkraft und die Testosteronbildung.
    • Messung: Gemessen wird primär 25-OH-Vitamin D im Serum. Optimaler Zielbereich: 60–100 ng/ml (nicht die oft genannten 20–30 ng/ml!). Ein Mangel fördert entzündliche Prozesse und schwächt die Immunfunktion.
    • Mangel-Symptome: Du bist ständig erkältet, fühlst dich antriebslos, hast weniger Kraft, schläfst schlecht oder hast Muskelschmerzen.
    • Maßnahmen: Täglich Vitamin D3 supplementieren (z. B. 4000–8000 IE). Und ganz wichtig: Achte auf die Co-Faktoren, die für die Aktivierung und Funktion von Vitamin D unerlässlich sind, wie Magnesium, Vitamin K2 (MK-7), Zink und Bor.
  • Vitamin B12 (Holo-TC):
    • Funktion: Ein Turbo für deine Zellen! Es ist entscheidend für die Zellteilung, dein Nervensystem, die DNA-Synthese, Blutbildung und natürlich deine Energieproduktion.
    • Optimaler Marker: Holotranscobalamin (Holo-TC). Hier willst du einen Zielbereich von 130–200 pmol/l sehen. Achtung: Das “Gesamt-B12” ist
      unbrauchbar, da es auch inaktive Formen misst.
    • Mangel-Symptome: Du bist ständig müde, kannst dich schlecht konzentrieren, hast Kribbeln in den Gliedern, Gedächtnisprobleme oder Muskelschwäche.
    • Maßnahmen: Nimm Methylcobalamin oder Adenosylcobalamin – entweder oral oder sublingual (500–1000 µg/Tag). Bei einem richtig starken Mangel können auch Injektionen nötig sein.
  • Vitamin B6 (Cystathionin):
    • Funktion: Dein Helfer für Nerven und Stimmung! Es ist wichtig für die Bildung deiner Neurotransmitter, dein Immunsystem und deinen Eiweißstoffwechsel.
    • Optimaler Marker: Cystathionin im Plasma. Optimaler Zielbereich unter 0,4 µmol/l. Vitamin B6 im Serum ist unzuverlässig.
    • Mangel-Symptome: Du fühlst dich reizbar, bist depressiv verstimmt, hast Muskelzuckungen oder Schlafprobleme.
    • Maßnahmen: Supplementiere mit P-5-P (der aktiven Form von B6), 10–30 mg/Tag. Am besten abends einnehmen.
  • Folsäure (Vitamin B9):
    • Funktion: Essentiell für Zellteilung, Blutbildung und den Abbau von Homocystein (im Team mit B6 und B12).
    • Optimalwert: >10 ng/ml im Serum. Schau auch auf Homocystein: < 8 µmol/l als indirekter Marker.
    • Mangel-Symptome: Müdigkeit, Blässe, Kopfschmerzen und eine schlechte Regeneration.
    • Maßnahmen: Nimm Quatrefolic® (die aktive Form, 400–800 µg/Tag).

 

2.2 Hormone: Sie steuern deine Leistung und Regeneration

Hormone sind die wahren Masterminds in deinem Körper! Sie entscheiden über
Muskelaufbau, Fettstoffwechsel, Regeneration und sogar deine mentale Verfassung.

  • Deine Sexualhormone (Männer):
    • Testosteron (Gesamt & errechnetes Freies): Das A und O für jeden Mann! Dein wichtigstes männliches Geschlechtshormon für Muskelaufbau, Libido, Knochendichte und deine allgemeine Vitalität.
      • Gesamttestosteron Optimaler Zielbereich: 600-1000 ng/dl.
      • Freies Testosteron (berechnet) Optimaler Zielbereich: 150-250 pg/ml.
    • SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin): Dieses Protein bindet deine Sexualhormone im Blut und transportiert sie. SHBG ist notwendig, um Testosteron durch den Körper zu transportieren. Ein zu hoher SHBG-Wert kann dazu führen, dass zu viel Testosteron gebunden und somit inaktiv ist, selbst wenn das Gesamttestosteron im Normbereich liegt. Dies führt zu einem Mangel an “freiem”, also aktivem Testosteron. Ein zu niedriger SHBG-Wert hingegen kann auch problematisch sein, da er auf eine geringere Transportkapazität hindeutet und die Gefahr birgt, dass die freien Hormonspiegel zu stark schwanken oder zu hoch sind, was ebenfalls unerwünschte Effekte haben kann. Das Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis. Optimaler Zielbereich: 10-30 nmol/l.
    • DHEA-S (Dehydroepiandrosteron-Sulfat): Ein echtes Multi-Talent! Dieses stabile Vorläuferhormon ist eine Art Rohstoff für Testosteron und Östrogen, wichtig für deine Energie, dein Immunsystem und deine Stressanpassung. Miss unbedingt DHEA-S statt DHEA, da es stabiler im Blut ist und den langfristigen Spiegel besser widerspiegelt. Optimaler Zielbereich: 200-400 µg/dl.
    • Östradiol (E2): Ja, auch Männer haben Östradiol, wenn auch in geringeren Mengen. Es ist wichtig für Knochendichte und Libido. Aber Achtung: Zu viel davon kann unerwünschte Nebenwirkungen haben (z. B. Brustdrüsenvergrößerung). Optimaler Zielbereich: 20-30 pg/ml.
  • Deine Schilddrüsenhormone: Deine Schilddrüse ist der Chef deiner Stoffwechselzentrale.
    • TSH, freies T3, freies T4: TSH ist das Steuerhormon aus deinem Gehirn, fT3 und fT4 sind die aktiven Schilddrüsenhormone. Sind die nicht im optimalen Bereich, läuft dein Stoffwechsel auf Sparflamme. Wichtig: Viele Ärzte messen nur TSH. Bestehe darauf, dass unbedingt auch freies T3 und freies T4 gemessen werden! Nur so bekommst du ein vollständiges Bild der Schilddrüsenfunktion.
      • TSH Optimaler Zielbereich: 0,5-2,0 mU/l.
      • freies T3 Optimaler Zielbereich: 3,0-4,5 pg/ml.
      • freies T4 Optimaler Zielbereich: 1,3-1,8 ng/dl.
    • Die Bedeutung von Mikronährstoffen für die Schilddrüse: Die Bildung und Aktivierung deiner Schilddrüsenhormone ist ein komplexer Prozess, der eine Vielzahl an Mikronährstoffen benötigt. Zuerst benötigt die Hirnanhangdrüse Vitamin B12 und Magnesium, um überhaupt TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) herzustellen. Dann benötigt die Schilddrüse selbst die Aminosäure Tyrosin, Jod, Selen, Vitamin B12, Vitamin B2 und Eisen, um TSH in T4 umzuwandeln. Das ist besonders wichtig für Frauen in der Menopause, die oft nicht genug rotes Fleisch essen und daher an Eisenmangel leiden. Schließlich benötigt der Körper noch die Vitalstoffe Vitamin D und Vitamin A, um das inaktive T4 in das aktive T3 umzuwandeln, damit der Stoffwechsel in den Zellen angeregt wird. Ein gut funktionierendes Schilddrüsensystem hat also sehr viel mit einer guten Versorgung mit Vitaminen, Eiweißen und Spurenelementen zu tun.
    • Selen: Ganz wichtig für die Umwandlung des inaktiven T4 in das aktive T3. Außerdem ist es Bestandteil von Selenoproteinen, die deine Schilddrüse schützen. Optimaler Zielbereich: 120-160 µg/l.
  • Stresshormone:
    • Cortisol (Speichel-Tagesprofil): Dein “Stresshormon”. Ein Speichel-Tagesprofil ist hier die beste Wahl, um den natürlichen Rhythmus und Dysregulationen deiner HPA-Achse zu sehen. Es misst nur das aktive, freie Cortisol. Für ein erstes Blutbild ist dieser Wert aber noch nicht zwingend notwendig.
    • Melatonin: Dein persönliches Schlafhormon! Unverzichtbar für deine SchlafWach-Regulation und eine gute Regeneration nach dem Training. Auch Melatonin ist für ein erstes umfassendes Blutbild nicht prioritär, aber bei Schlafproblemen relevant.

2.3 Energie & Stoffwechsel: Der Motor deines Körpers

Ein Stoffwechsel, der reibungslos läuft, ist das A und O für dein Energielevel und deine Leistung.

  • Deine Blutzuckerregulation:
    • HOMA-Index: Wird aus Nüchternglukose und Nüchterninsulin berechnet und ist ein wichtiger Indikator für Insulinresistenz. Optimaler Zielbereich: < 1,5. Dies ist ein umfassenderer und effizienterer Marker, um deinen Blutzuckerstoffwechsel zu beurteilen.
    • HbA1c: Dein Langzeitblutzucker! Er zeigt dir den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 2–3 Monate. Optimaler Zielbereich: 4,8-5,3 %.
  • Dein Fettstoffwechsel:
    • Triglyceride: Das sind Blutfette, die primär als Energiespeicher dienen. Sie können ansteigen, wenn du zu viel Zucker und raffinierte Kohlenhydrate isst oder dein Fettstoffwechsel nicht optimal funktioniert. Erhöhte Werte sind ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Optimaler Zielbereich: < 80 mg/dl.
    • Cholesterin (Gesamt, LDL, HDL): Cholesterin ist ein lebenswichtiger Baustein für deine Zellen, Hormone (wie Testosteron!) und Vitamin D. Es gibt verschiedene Arten, die oft pauschal bewertet werden, aber für dich als Sportler ist die differenzierte Betrachtung entscheidend:
      • Gesamtcholesterin: Eine Summe, die dir oft wenig allein sagt. Optimaler Zielbereich: 180-220 mg/dl.
      • LDL-Cholesterin (“schlechtes” Cholesterin): Transportiert Cholesterin von der Leber zu den Zellen. Zu hohe Werte können zur Ablagerung in
        den Gefäßen führen. Optimaler Zielbereich: < 120 mg/dl.
      • HDL-Cholesterin (“gutes” Cholesterin): Sammelt überschüssiges Cholesterin ein und bringt es zur Leber zurück, um es auszuscheiden. Hohe Werte sind wünschenswert. Optimaler Zielbereich: > 60 mg/dl.
    • Apolipoprotein B (ApoB): Ein super Marker! Er misst die Anzahl der potenziell schädlichen Partikel, die Cholesterin transportieren, und kann dir ein besseres Bild über dein Herz-Kreislauf-Risiko geben als nur das LDL-Cholesterin. Ein erhöhter ApoB-Wert deutet auf eine höhere Anzahl von Partikeln hin, die in die Gefäßwände eindringen können. Optimaler Zielbereich: < 90 mg/dl.
  • Coenzym Q10:
    • Funktion: Der Zündfunke in deinen Mitochondrien! Essentiell für die Energieproduktion, den Zellschutz und deine Herzgesundheit. Ab einem Alter von etwa 35 Jahren nimmt die körpereigene Produktion von CoQ10 ab, wodurch eine Supplementation oder gezielte Messung an Bedeutung gewinnt.
    • Optimaler Zielbereich: Ziel ist oft ein Wert von über 2.0 µg/ml.
  • Harnsäure:
    • Funktion: Ein Abbauprodukt deines Purinstoffwechsels. Es wirkt als Antioxidans, aber in zu hohen Konzentrationen kann es Gicht oder
      Nierensteine verursachen und dein Herz-Kreislauf-System belasten. Optimaler Zielbereich: 4-6 mg/dl.
  • Harnstoff:
    • Funktion: Ein Abbauprodukt deines Proteinstoffwechsels. Er gibt dir Hinweise auf deine Nierenfunktion und wie gut dein Proteinstoffwechsel funktioniert. Optimaler Zielbereich: 15-40 mg/dl.

2.4 Entzündungen & Herz-Kreislauf-Gesundheit: Dein Schutzschild

Chronische Entzündungen und Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen können deine Leistungsfähigkeit massiv ausbremsen.

  • hs-CRP (hochsensitives C-reaktives Protein):
    • Funktion: Ein super sensitiver Entzündungsmarker, der auch minimale systemische Entzündungen aufzeigt. Hohe Werte können auf ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko hindeuten. Optimaler Zielbereich: < 1 mg/l.
  • Omega-3-Index (EPA/DHA im Vollblut):
    • Funktion: Misst den Anteil der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA in deinen
      roten Blutkörperchen. Ein hoher Index (Ziel > 8%) ist mit weniger Entzündungen und einer besseren Herz-Kreislauf-Gesundheit verbunden.
  • Homocystein:
    • Funktion: Ein Stoffwechselprodukt, dessen erhöhte Werte als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten. Es hängt eng mit deinem Status an Vitamin B6, B12 und Folsäure zusammen. Optimaler Zielbereich: < 8 µmol/l.
  • Lipoprotein(a) [Lp(a)]:
    • Funktion: Ein erblich bedingtes Fett-Eiweiß-Partikel im Blut. Es kann das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßverkalkung erhöhen. Lp(a) ist leider nur schwer durch Ernährung oder Sport zu beeinflussen und bleibt meist ein
      Leben lang konstant.
    • Optimaler Zielbereich: < 30 mg/dl.
    • Maßnahmen: Kann naturheilkundlich unterstützt werden, zum Beispiel durch die Kombination von Vitamin C und Lysin, die eine Rolle beim Gefäßschutz spielen könnten. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Wirksamkeit solcher Therapien zur Senkung von Lp(a) wissenschaftlich noch nicht zu 100% gesichert ist und weitere Forschung hierzu nötig ist. Weitere unterstützende Maßnahmen können Omega-3, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe sein. Stressmanagement und regelmäßige Bewegung sind ebenfalls wichtig für gesunde Gefäße.

 

2.5 Organfunktion & Entgiftung: Deine inneren Reinigungskräfte

Leber und Nieren sind deine Hauptzentren für Entgiftung und Stoffwechselregulation. Wenn die nicht topfit sind, leidet deine ganze Performance.

  • Deine Leberwerte:
    • ASAT (GOT) & ALAT (GPT): Diese sind Enzyme in den Leberzellen. Erhöhte Werte deuten auf eine Schädigung der Leberzellen hin (z. B. durch Entzündungen, Medikamente, Alkohol, starke Muskelbelastung beim Sport). Optimaler Zielbereich GOT: < 20 U/l, GPT: < 20 U/l.
    • GGT (Gamma-GT): Ein Enzym, das oft bei Gallenstau, Leberentzündungen, aber auch bei Alkoholmissbrauch oder Einnahme bestimmter Medikamente erhöht ist. Optimaler Zielbereich: < 15 U/l.
    • AP (Alkalische Phosphatase): Ein Enzym, das sich in der Leber und in den Knochen findet. Erhöhungen können auf Gallenstau oder Knochenerkrankungen hindeuten. Optimaler Zielbereich: < 80 U/l.
    • Bilirubin: Ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstofs Hämoglobin. Erhöhte Werte können auf Leberfunktionsstörungen oder Probleme mit dem Gallenabfluss hinweisen. Optimaler Zielbereich: < 1,0 mg/dl.
  • Deine Nierenwerte:
    • Cystatin C: Ein viel sensiblerer und zuverlässigerer Marker für deine Nierenfunktion als Kreatinin, da er weniger von deiner Muskelmasse oder Ernährung beeinflusst wird. Optimaler Zielbereich: < 0,9 mg/l.
    • GFR (Glomeruläre Filtrationsrate): Ein berechneter Wert, der dir sagt, wie gut deine Nieren dein Blut filtern. Optimaler Zielbereich: > 90 ml/min.
    • Albumin-Kreatinin-Quotient (ACR) im Urin: Dieser Quotient ist ein sehr sensibler Marker für eine frühe Nierenschädigung, die sich noch nicht im Kreatinin im Blut oder der GFR zeigt. Dies ist besonders relevant, da auch die Einnahme von Wachstumshormonen die Nieren belasten kann. Ein erhöhter ACR-Wert kann ein wichtiges Warnsignal sein.

 

2.6 Weitere wichtige Mineralstoffe (Vollblutmessung empfohlen)

Diese Mineralstoffe sind oft in deinen Zellen aktiv, deshalb ist die Vollblutmessung hier der Schlüssel.

  • Magnesium: Dein Muskelentspanner! Wichtig für Muskelfunktion, Nervensystem, Energieproduktion, Knochengesundheit und guten Schlaf. Optimaler Zielbereich: 35-45 mg/l im Vollblut.
  • Zink: Dein Immun-Booster! Essentiell für dein Immunsystem, deine Hormonproduktion (inkl. Testosteron), Wundheilung und deinen Stoffwechsel. Optimaler Zielbereich: 5,5-7,5 mg/l im Vollblut.
  • Kalium: Wichtig für deinen Flüssigkeitshaushalt, Nerven- und Muskelfunktion, besonders wenn du viel schwitzt. Optimaler Zielbereich: 40-50 mmol/l im Vollblut. Achtung: Dieser Wert kann durch eine falsche Blutentnahme (z. B. zu langes Stauen, zu starkes Pumpen der Faust) fälschlicherweise erhöht sein. Wichtig: Krämpfe werden oft fälschlicherweise ausschließlich mit einem Elektrolytmangel in Verbindung gebracht. Auch ein Taurin-Mangel kann eine Ursache für Muskelkrämpfe sein, da Taurin eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Erregbarkeit von Nerven und Muskeln spielt.
  • Selen: Ganz wichtig für die Umwandlung des inaktiven T4 in das aktive T3. Außerdem ist es Bestandteil von Selenoproteinen, die deine Schilddrüse schützen. Optimaler Zielbereich: 120-160 µg/l im Vollblut.
  • Natrium & Calcium: Deine Elektrolyte! Eng verbunden mit dem Flüssigkeitshaushalt und der Nerven- und Muskelfunktion. Natrium optimal: 138-142 mmol/l, Calcium optimal: 2,3-2,6 mmol/l.

Hinweis zu Chrom und Kupfer: Diese Spurenelemente sind ebenfalls wichtig, können aber für ein umfassendes erstes Blutbild über spezielle Profile abgedeckt werden, wie zum Beispiel das “Profil 11+4” vom IMD Berlin, das eine detaillierte Analyse dieser und weiterer Spurenelemente bietet.

 

2.7 Blutbild & Sauerstoffversorgung: Die Grundlage

Das “klassische” Blutbild liefert dir dennoch wichtige Infos über deinen Sauerstofftransport und dein Immunsystem.

  • Hämoglobin, Erythrozyten, Hämatokrit: Diese Werte geben dir Aufschluss über die Anzahl und Qualität deiner roten Blutkörperchen und damit, wie gut Sauerstoff in deinem Körper transportiert wird. Eine Anämie (Blutarmut) kann deine Leistungsfähigkeit stark mindern.
  • Leukozyten (gesamt & differenziert): Deine weißen Blutkörperchen sind Indikatoren für dein Immunsystem und Entzündungen.
  • Thrombozyten: Deine Blutplättchen sind wichtig für die Blutgerinnung.

 

2.8 Blutdruck: Ein Schlüsselwert für deine Herz-Kreislauf-Gesundheit

Dein Blutdruck ist ein entscheidender Indikator für deine Herz-Kreislauf-Gesundheit und deine langfristige Leistungsfähigkeit. Chronisch erhöhter Blutdruck belastet Gefäße und Organe.

  • Optimaler Blutdruck: Ziel ist in der Regel ein Wert von unter 120/80 mmHg. Bei Sportlern können tendenziell etwas niedrigere Werte auch gut sein, solange keine Symptome wie Schwindel auftreten.
  • Wichtige Messtipps: Für aussagekräftige und konsistente Blutdruckwerte solltest du folgende Regeln beachten:
    • 5 Minuten Ruhe: Setze dich vor der Messung für mindestens 5 Minuten
      entspannt hin.
    • Nicht sprechen: Während der Messung nicht sprechen.
    • Keine volle Blase: Gehe vorher zur Toilette. Eine volle Blase kann den Blutdruck erhöhen.
    • Füße auf dem Boden: Die Füße sollten flach auf dem Boden stehen, nicht gekreuzt.
    • Rücken gestützt: Lehne dich mit dem Rücken an.
    • Arm auf Herzhöhe: Der Arm, an dem gemessen wird, sollte auf Herzhöhe auf einem Tisch oder Kissen liegen.
    • Richtige Manschettengröße: Verwende eine Manschette, die zu deinem Oberarmumfang passt.
    • Regelmäßige Messungen: Messe am besten morgens und abends zur gleichen Zeit und führe ein Protokoll.

 

2.9 Darmgesundheit: Dein zweites Gehirn und Immunzentrum

Die Bedeutung eines gesunden Darms für deine allgemeine Gesundheit und sportliche Leistung wird oft unterschätzt. Dein Darm ist nicht nur für die Verdauung und Nährstoffaufnahme zuständig, sondern beherbergt auch einen Großteil deines Immunsystems und produziert wichtige Neurotransmitter. Eine gestörte Darmflora (Darmmikrobiom) kann zu Entzündungen, Nährstoffmängeln, Verdauungsproblemen und sogar negativen Auswirkungen auf Stimmung und Energielevel führen.

  • Präbiotika: Das sind unverdauliche Ballaststoffe, die als Nahrung für die guten Bakterien in deinem Darm dienen. Sie fördern das Wachstum einer gesunden Darmflora. Beispiele sind Inulin, Fructooligosaccharide (FOS) oder Galactooligosaccharide (GOS), die in Lebensmitteln wie Zwiebeln, Knoblauch, Spargel, Bananen und Vollkornprodukten vorkommen.
  • Probiotika: Das sind lebende Mikroorganismen (gute Bakterien), die bei ausreichender Zufuhr positive Effekte auf die Darmgesundheit haben können. Sie können helfen, das Gleichgewicht der Darmflora wiederherzustellen und zu erhalten. Probiotika findest du in fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi, aber auch in speziellen Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Die Verbindung zur Leistung: Ein gesunder Darm verbessert die Aufnahme von Mikronährstoffen, reduziert systemische Entzündungen und kann sogar die Regeneration und das Immunsystem stärken, was für Sportler von entscheidender Bedeutung ist.

 

2.10 Longevity-Marker: Länger fit und leistungsfähig bleiben

Neben den Blutwerten gibt es weitere wichtige Marker, die dir Aufschluss über deine langfristige Gesundheit und Lebenserwartung geben können.

  • VO2max (Maximale Sauerstoffaufnahme):
    • Funktion: Die VO2max ist ein Maß dafür, wie viel Sauerstoff dein Körper maximal aufnehmen, transportieren und verwerten kann. Sie gilt als einer der besten Indikatoren für deine kardiorespiratorische Fitness und ist eng mit der Lebenserwartung korreliert. Eine hohe VO2max bedeutet, dass dein HerzKreislauf-System und deine Muskulatur effizient arbeiten.
    • Messung: Die VO2max wird typischerweise durch einen Belastungstest auf dem Laufband oder Fahrradergometer unter Laborbedingungen gemessen.
    • Bedeutung für Longevity: Studien zeigen, dass eine hohe VO2max das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die allgemeine Sterblichkeit deutlich senkt. Es ist ein starker Prädiktor für ein langes und gesundes Leben.
  • Handkraft (Grip Strength):
    • Funktion: Die Handkraft, gemessen mit einem Dynamometer, ist ein einfacher, aber aussagekräftiger Indikator für deine allgemeine Muskelkraft und den Muskelzustand. Sie korreliert stark mit der Muskelmasse im gesamten Körper.
    • Messung: Die Messung erfolgt einfach und schnell mit einem Handdynamometer.
    • Bedeutung für Longevity: Eine starke Handkraft ist ein unabhängiger Prädiktor für eine längere Lebenserwartung und ein geringeres Risiko für altersbedingte Krankheiten, Stürze und Behinderungen. Sie spiegelt die allgemeine körperliche Robustheit und den Erhalt der Muskelfunktion im Alter wider.

 

3. Zusammenfassung & deine nächsten Schritte

Vergiss das Märchen vom ausreichenden Standard-Blutbild! Wenn du als Sportler deine Performance optimieren willst, brauchst du einen gezielten Blick auf deine Vitamine, Mineralstoffe, Hormone, Entzündungsmarker und Stoffwechselwerte. Nur so erkennst du die wahren Ursachen für Müdigkeit, Muskelabbau oder stagnierende Fortschritte und kannst gezielt gegensteuern. Die Kombination aus fundiertem Wissen und einem ganzheitlichen Ansatz ermöglicht es dir, deine individuellen Schwachstellen aufzudecken und durch präzise Maßnahmen die optimale Versorgung und deine Top-Performance zu erreichen.

 

Wichtiger Hinweis: Es geht nicht um Kosmetik von Blutwerten! Unsere Herangehensweise ist ganzheitlich. Es geht nicht darum, Zahlen auf einem Laborzettel künstlich zu verschieben. Vielmehr stehen deine Symptome und dein allgemeines Wohlbefinden im Mittelpunkt. Die Blutwerte dienen als objektive Messgröße, um die Ursachen hinter deinen Beschwerden zu finden und zielgerichtete, personalisierte Maßnahmen zu ergreifen, die wirklich zu einer Verbesserung deines Befindens und deiner Leistungsfähigkeit führen.

 

4. Empfohlene Blutwerte für dein orthomolekulares und präventives Blutbild als sportlich aktiver Mann (Budget-optimiert)

Diese Liste fokussiert auf die essenziellen Werte für deine umfassende funktionelle Diagnostik, die dir bereits einen sehr guten Überblick mit einem geringeren Budget ermöglichen:

I. Allgemeines Blutbild & Sauerstoffversorgung

  • Großes Blutbild (mit Leukozyten-Differenzierung)
    • Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit
    • Leukozyten, Thrombozyten

II. Vitamine

  • Vitamin D (25-OH) im Serum
  • Vitamin B12 (Holotranscobalamin / Holo-TC) im Serum
  • Vitamin B6 (Cystathionin im Plasma)
  • Folsäure (Vitamin B9) im Serum

III. Mineralstoffe & Elektrolyte (Vollblutmessung bevorzugt)

  • Magnesium (Vollblut)
  • Zink (Vollblut)
  • Kalium (Vollblut)
  • Selen (Vollblut)
  • Natrium im Serum
  • Calcium im Serum
  • Eisen (Serum)
  • Ferritin (Speichereisen)
  • Transferrinsättigung

IV. Hormonhaushalt

  • Schilddrüse:
    • TSH
    • freies T3 (fT3)
    • freies T4 (fT4)
  • Deine männlichen Sexualhormone:
    • Testosteron gesamt
    • SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin)
    • Freies Testosteron (berechnet über Gesamt-Testosteron, SHBG und Albumin)
    • DHEA-S (Dehydroepiandrosteron-Sulfat)
    • Östradiol (E2)

V. Energie & Stoffwechsel

  • HbA1c
  • HOMA-Index (berechnet)
  • Triglyceride
  • Cholesterin (Gesamt, LDL, HDL)
  • Apolipoprotein B (ApoB)
  • Harnsäure
  • Harnstoff

VI. Entzündungen & Herz-Kreislauf-Gesundheit

  • hs-CRP (hochsensitives C-reaktives Protein)
  • Omega-3-Index (EPA/DHA im Vollblut)
  • Homocystein
  • Lipoprotein(a) [Lp(a)]

VII. Organfunktion

  • Leber:
    • ASAT (GOT)
    • ALAT (GPT)
    • GGT (Gamma-GT)
    • AP (Alkalische Phosphatase)
    • Bilirubin
  • Nieren:
    • Cystatin C
    • GFR (Glomeruläre Filtrationsrate)

Diese Auswahl dient der Prävention und bietet eine fundierte Basis. Sollten jedoch spezifische Symptome auftreten, die im Text beschrieben sind (z. B. anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen), ist es ratsam, in Absprache mit einem erfahrenen Arzt oder Therapeuten weitere, gezielte Blutwerte bestimmen zu lassen, um die Ursache der Symptome genau zu identifizieren.

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